Kann CBD Öl wirklich bei Rheuma helfen?

Du willst wissen, ob CBD Öl bei Rheuma helfen kann? Wir haben recherchiert und Expertenmeinungen, Erfahrungen und Studien analysiert.

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CBD Öl Rheuma

Insbesondere haben wir uns in dem Zusammenhang mit CBD und rheumatischen Erkrankungen sowie Entzündungen auseinandergesetzt. Immerhin behaupten einige Forscher und Wissenschaftler, Cannabidiol verfüge über positive, schmerz- und entzündungshemmende Wirkungen. Stimmt das? Lies weiter, um mehr zu erfahren.

Was genau ist Rheuma?

Der Begriff „Rheuma“ umfasst eine Reihe schmerzhafter und funktionsbeeinträchtigender Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, die sich folgendermaßen einteilen lassen:

  • entzündlicher Rheumatismus (rheumatoide Arthritis)
  • Muskelrheumatismus
  • Gelenkrheumatismus
  • degenerativer Rheumatismus

In Deutschland leiden aktuell über 1 Millionen Menschen an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Zu dieser Zahl gesellen sich jedes Jahr um die 25.000 Neuerkrankungen.

Dabei trifft Rheuma vor allem ältere Menschen ab 65, was jedoch nicht ausschließt, dass auch Kinder und Jugendliche an der Krankheit erkranken können. Tatsächlich leiden circa 20.000 Kinder und Jugendliche unter dieser Krankheitserscheinung. Frauen trifft die Krankheit bis zu 2,5 mal häufiger als Männer.

Doch wie manifestieren sich die Symptome im Detail?

Symptome

Die Beschwerden der Krankheit breiten sich im gesamten Körper aus. Das führt unter Umständen soweit, dass sich die Patienten nicht mehr bewegen können. Bekannte Symptome sind:

  • Reißende und ziehende Schmerzen
  • Geschwollene und unbewegliche Gelenke
  • Schlaflosigkeit aufgrund starker Schmerzen in der Nacht (in besonders schlimmen Fällen mündet dies in eine ernsthafte Schlafstörung)

Die Symptome schränken die Betroffenen, auch bei einer medikamentösen Behandlung, in den einfachsten alltäglichen Dingen ein. Deshalb suchen viele Rheuma-Patienten nach einer Alternative oder Ergänzung zu den Medikamenten. Cannabidiol wird dabei immer öfter erwähnt. Insbesondere bei Schmerzen, Entzündungen und Schlafstörungen soll der Wirkstoff helfen. Doch stimmt das wirklich?

Wie behandelt die klassische Medizin Rheuma?

Um es nicht so weit kommen zu lassen, verschreiben Ärzte in den meisten Fällen hilfreiche Medikamente für die Rheuma-Behandlung. Allerdings können diese zu unangenehmen  Nebenwirkungen führen. Diese äußern sich unter anderem in negativen Auswirkungen auf

  • den Blutdruck
  • die Leber
  • die Nieren

Aus diesem Grund interessieren sich viele Betroffene für eine Behandlung der Schmerzen & Entzündungen mit CBD Öl. Immerhin machen Studienergebnisse Hoffnung.

Tatsächlich untersuchen unterschiedliche Wissenschaftler, Forschungen und Studien 1)Mary-Ann Fitzcharles, Daniel J. Clauw, Peter A. Ste-Marie, Yoram Shir, The Dilemma of Medical Marijuana Use by Rheumatology Patients, Wiley Online Library, 03.03.2014 die Wirkungsweise von CBD bei Rheuma. Ergebnisse sagen dabei bislang aus, dass CBD:

  • im Gegensatz zu den herkömmlichen Rheuma-Medikamenten wenige Nebenwirkungen mit sich bringt
  • für einen längeren Einnahmezeitraum geeignet ist

Cannabidiol

Ist Cannabidiol psychoaktiv?

So weit so gut – trotzdem handelt es sich um das Extrakt einer Hanfpflanze. Die Allarmglocke schaltet sich ein und Vorurteile schwirren in deinem Kopf umher. Viele setzen Hanf mit Drogen gleich und bringen CBD mit einer psychoaktiven Wirkung in Verbindung. Dieser Zusammenhang klingt zunächst logisch, ist aber nicht richtig.

CBD THC
Bringt keine psychoaktive Wirkung mit sich Ist psychoaktiv und wird aus diesem Grund als Droge eingestuft
Macht nicht abhängig Führt bei einer regelmäßigen oder übermäßigen Einnahme zur Abhängigkeit

Beruhend auf diesen Tatsachen, entscheiden sich viele Rheuma-Patienten dazu, CBD eine Chance zu geben und es zu konsumieren. Doch wie wirkt es allgemein und insbesonder in Bezug auf rheumatische Erkrankungen?

Wie wirkt CBD allgemein?

Als natürliches Extrakt der Hanfpflanze soll CBD viele positive Wirkungen mit sich bringen. Das behaupten nicht nur Nutzer, sondern auch Studien. CBD kann bei folgenden Krankheiten und Symptomen eingesetzt werden

Wie wirkt CBD bei Rheuma?

CBD beeinflusst das sogenannte Endocannabiniod-System (kurz auch ECS genannt) im Körper. Sowohl im zentralen als auch im peripheren Nervensystem verteilen sich die CB1 und CB2 Rezeptoren des ECS, welche:

  • das Schmerzempfinden
  • das Appetitempfinden
  • die Stimmung

beeinflussen.

Trifft CBD auf das ECS, unterstützt es dieses bei einer besseren Funktionsweise und einer Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Körper.

Vor allem im Zusammenhang mit rheumatischen Beschwerden soll CBD das ECS positiv beeinflussen. Es interagiert mit den beiden Rezeptoren CB1 und CB2. Studien zufolge soll es sich damit positiv auf das Schmerzempfinden 8)Manzanares J, Julian M, Carrascosa A. Role of the cannabinoid system in pain control and therapeutic implications for the management of acute and chronic pain episodes. Curr Neuropharmacol. 2006 und als entzündungshemmendes Element ebenfalls positiv auf Entzündungen 9)Burstein S. Cannabidiol (CBD) and its analogs: a review of their effects on inflammation. Bioorg Med Chem. 2015 auswirken können.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Immunsystem. Rheuma geht nicht nur mit Schmerzen einher, sondern greift auch dein Immunsystem an. Darunter leiden sowohl die Knochen als auch Gelenke. Durch die Interaktion von CBD mit dem Immunsystem könntest du auch in diesem Fall positive Effekte verspüren. Mit den entzündungshemmenden Eigenschaften könnte CBD Rheuma verlangsamen oder sogar stoppen.

Hat Cannabidiol Nebenwirkungen?

CBD kann durchaus einige Nebenwirkungen hervorrufen. Anders, als es bei der konventionellen Behandlung des Rheumas mit verschriebenen Medikamenten der Fall ist, fallen die Nebenwirkungen von CBD jedoch harmlos aus. Es kann zu

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit
  • Durchfall
  • Änderungen des Gewichts und
  • Müdigkeit

kommen.

Cannabidiol Nebenwirkungen

Für wen eignet sich CBD nicht?

Einige Personengruppen sollten auf den CBD-Konsum verzichten. Insbesondere gehören dazu:

  • schwangere Frauen
  • stillende Frauen
  • Kinder unter 2 Jahren
  • Menschen, welche bestimmte Medikamente zu sich nehmen (diese könnten in Wechselwirkung mit CBD treten. Besonders im Verdacht stehen dabei die Schmerztabletten.)

Bist du dir unsicher, ob du zu einer der angesprochenen Personengruppen gehörst, solltest du die Einnahme immer erst mit deinem Arzt besprechen. Er kennt sich bezüglich der Nebenwirkungen und der Wechselwirkungen am besten aus.

Gibt es Studien oder Erfahrungen zu CBD bei Rheuma?

Spezielle Studien für CBD bei Rheuma sind aktuell in Arbeit, haben bislang aber keine Ergebnisse geliefert. Forscher und Wissenschaftler basieren ihre Aussagen auf augenscheinlichen Zusammenhängen, welche zwischen der Symptomatik des Rheumas und der Wirkungsweise von CBD bestehen.

Da diesem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird, gehen viele Studien davon aus, früher oder später den Beweis liefern zu können, dass CBD bei der Entzündungskrankheit Rheuma hilft. Viele Betroffene berichten im Internet von den geringer werdenden Schmerzen und einer erkennbaren Verbesserung der Lebensqualität.

Studien 10)Holly T. Philpozz, Melissa O´Brien, Jason J. Mc.Dougall, Attenuation of early phase inflammation by cannabidiol prevents pain and nerve damage in rat osteoarthritis, PMC, 2017 an Ratten mit Rheuma zeigten unter anderem, dass nicht nur die Entzündungen zurückgingen, sondern die Ratten auch weniger Schmerzen verspüren.

In Foren berichten unter anderem Rentner über die positiven Auswirkungen von CBD. Eine Rheuma-Patientin schrieb von ihrer medikamentösen Behandlung. Nachdem sie in einem Zeitraum von sieben Jahren mehr als zwölf Basistherapien über sich ergehen lassen musste, wollte sie eine Alternative zu Infusionen, Spritzen und Tabletten finden.

Sie stieß auf CBD und gab dem natürlichen Hanf-Extrakt eine Chance. Nach nur wenigen Wochen stellte sich der positive Effekt ein und die Patientin gewann ein hohes Maß an Lebensfreude und Lebensqualität. Sie konnte sogar die Dosis ihrer Medikamente senken und CBD ergänzend zur Therapie anwenden.

Mit welchen Produkten kann die CBD Einnahme erfolgen?

Du kannst auf unterschiedliche Produkte zugreifen.

Produkt Eigenschaft
CBD Öl Das Öl ist das beliebteste CBD Produkt auf dem Markt. Über die sublinguale Einnahme unter deiner Zunge gerät es in direkten Kontakt mit dem Schleimhäuten. Diese nehmen den Wirkstoff auf und die Wirkung tritt unmittelbar nach der Einnahme ein.
Das CBD Liquid Möchtest du CBD nicht oral zu dir nehmen, kannst du dich für das Liquid entscheiden. Dieses gibst du in die E-Zigarette oder in einen Pen. Den entstehenden Dampf kannst du einfach inhalieren. Nach dem Öl ist das „Vaping“ die zweitbeliebteste Einnahmeform.
CBD Kapseln Du kannst die Kapseln einfach mit einem Glas Wasser einnehmen. Außerdem bringen sie keine Gefahr der Überdosierung oder allgemeinen Fehldosierung mit sich. Jede Kapsel besitzt eine feste Dosis. Die Wirkung tritt allerdings etwas später ein, da der Magen die Kapsel erst verdauen muss. Viele Nutzer heben die Geschmacksneutralität positiv hervor.
Cremen Schmerzen bestimmte Stellen (Gelenke und Muskeln), kannst du diese mit CBD Cremen gezielt einreiben. Die Wirkung tritt auch hier unmittelbar ein. Betroffene berichten von einer Linderung der Schmerzen und dem Rückgang der Entzündungen.
Gummies und Globuli Vor allem für Kinder eignen sich diese beiden Darreichungsformen. Der Vorteil besteht in der festen Dosierung der Globuli oder Gummies.

Du kannst nicht nur zwischen vielen unterschiedlichen Darreichungsformen wählen, sondern hast auch bezüglich des Einnahmezeitpunktes die freie Wahl. Du kannst CBD nicht nur beliebig, zu jeder Tages- und Nachtzeit konsumieren, sondern auch:

  • akut
  • kurweise
  • dauerhaft

anwenden.

CBD Dosierung

Wie gestaltet sich die CBD Dosierung bei Rheuma?

Die Art der Dosierung basiert auf:

  • Körpergewicht
  • Größe
  • dem CBD-Gehalt der Produkte
  • der Darreichungsform
Produkt Dosierung
CBD Öl Je nach Konzentration 2 bis 3 Tropfen, ein bis zwei Mal am Tag (bei starken Beschwerden und Schmerzen auch öfter)
CBD Kapseln Je nach CBD-Gehalt nimmst du 1 bis 2 Kapseln am Tag zu dir
CBD Liquid Je nach Gehalt des CBD solltest du 2 bis 3 Mal am Tag inhalieren
CBD Cremen Trage 2 bis 3 Mal eine dünne Schicht der Creme auf betroffene Körperstellen auf
Gummies und Globuli Auch hier kannst du, je nach CBD-Gehalt, auf die Einnahme von 2 bis 3 Gummies oder Globuli pro Tag zurückgreifen

Achte bei der Einnahme darauf, gering zu starten und dich langsam nach oben zu arbeiten. In Milligramm gesehen, beläuft sich die Menge eines Anfängers auf circa 25 bis 30 mg CBD pro Tag. Obwohl eine Überdosierung mit den Darreichungsformen kaum möglich ist, sollte ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt erfolgen, bevor die Einnahme gestartet wird.

Worauf vor dem Kauf von CBD Produkten achten?

Beim Kauf ist auf hochwertige Produkte seriöser Anbieter zu achten. Zwar bedeutet teuer nicht immer gut, dennoch solltest du sicherstellen, dass das CBD Öl ein gewisses Maß an Hochwertigkeit und Qualität aufweist.

Um die Gefahr zu verhindern auf dem Markt auf schwarze Schafe hereinzufallen, solltest du:

  • auf die Inhaltsstoffe auf dem Etikett
  • die Seriösität und Zertifikate des Herstellers und Anbieters
  • den Anbau der Cannabispflanze ohne Schadstoffe
  • die Gewinnung des Öls im Kaltpressverfahren

achten.

Fazit

Die Studien, welche sich mit CBD beschäftigen, sind von den positiven Auswirkungen überzeugt und zeigen gute Ergebnisse bei der Schmerzlinderung, Angstbekämpfung und Wirkung gegen Entzündungen. Auch sind die Erfahrungen der Nutzer in dieser Hinsicht vielversprechend.

Achte neben der Qualität der Produkte auf die richtige Dosierung und sprich gegebenenfalls mit deinem Arzt über mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Hast du bereits Erfahrungen mit CBD Öl und Rheuma gemacht? Wie hat dir unser Artikel gefallen? Hinterlasse einen Kommentar!

Quellen   [ + ]

Sebastian Degener

Hi! Ich bin Sebastian Degener. Mein großes Hobby ist Hanf und alles was damit zu tun hat, vor allem seine positiven Eigenschaften. Vor einigen Jahren startete ich einen kleinen Blog - rein aus neugier. Irgendwann hatte ich so viele Informationen gesammelt, dass ich mich ausschließlich auf Cannabidiol festgelegt hatte und damit einige Aufklärungsarbeit leisten konnte. Selbst in meiner Freizeit lese und recherchiere gerne über Nutzhanf und verbreite mein Wissen.

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