Ob und wie CBD bei Tieren helfen kann

Du willst wissen, ob CBD eine ähnlich positive Wirkung wie beim Menschen hat? Auch wir haben uns diese Frage gestellt und dieses Thema genauer durchleuchtet. Unter anderem haben wir uns gefragt, was CBD für Tiere ist, wie es wirkt und ob es zu Nebenwirkungen kommen kann.

Da uns nicht nur deine, sondern auch die Gesundheit deiner Tiere am Herzen liegt, basieren wir unsere Aussagen auf wissenschaftlichen Studien und Forschungen. Diese findest du am Ende des Artikels.

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cbd öl tiere

Worum handelt es sich bei CBD für Tiere?

CBD ist ein Bestandteil der Cannabispflanze und erfreut sich in letzter Zeit einer wachsenden Beliebtheit. Als natürlicher Wirkstoff bringt CBD kaum Nebenwirkungen mit sich, weshalb sich Tierbesitzer immer mehr für den Wirkstoff interessieren.

In CBD Produkten sind unter anderem auch kleinere Mengen an CBC, CBDA, CBG und CBN enthalten. Bei diesen Cannabinoiden handelt es sich um unterschiedliche Wirkstoffe der Cannabispflanze, die wir im folgenden kurz vorstellen wollen:

CBC CBC ist für die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung bekannt. Ebenfalls wichtig ist seine Unterstützung bei der Zellerneuerung der Körperzellen
CBD In dem Zusammenhang mit chronischen Schmerzen, soll vor allem CBD seine positive Wirkung entfalten. Auch bei Entzündungen und insbesondere bei der Epilepsie kann es wirksam sein.
CBG CBG ist ein weiteres Cannabinoid. Seine volle Bezeichnung ist Cannabigerol. Vor allem bei Katzen soll es aber anscheinend gegen den Augeninnendruck helfen.
CBN Cannabinol ist ein Oxidationsprodukt des psychoaktiven THC. Anders als THC, ist es nicht psychoaktiv und macht deine Tiere nicht abhängig. Der Wirkstoff wirkt beruhigend und verringert Angstzustände und Panikattacken. Weitere Eigenschaften des CBN bestehen darin, dass es Entzündungen hemmen und Krämpfe lösen soll.

Neben den unterschiedlichen Cannabinoiden befinden sich auch

  • Carotine
  • Chlorohyll
  • Eisen, Kalium
  • Kalzium, Kupfer
  • Magnesium, Natrium
  • Omega3
  • 6 – Phosphor – Vitamine
  • Zink

in Cannabidiol Produkten wie zum Beispiel dem belibten CBD Öl.

Wie gestaltet sich die Wirkung?

Der Forschungsstand bei der Wirkung von CBD bei Tieren ist recht fortgeschritten. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Wirkstoff immer zuerst an Ratten und anderen Säugetieren getestet, bevor es am Menschen erprobt wird. Trotzdem kann die Wirkung in vielen Fällen nur vermutet werden. Wir haben neben wissenschaftlichen Forschungsergebnissen daher auch auf Erfahrungsberichte zurückgegriffen.

Im Allgemeinen werden CBD folgende Wirkungen zugesprochen:

  • Entzündungshemmend
  • Wirkt gegen Angst-, und Panikattacken sowie Depressionen
  • Hilft bei Schlafproblemen 1)Shannon S, Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, Perm J., 2019
  • lindert Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen
  • Es hilft Studien zufolge bei chronischen Schmerzen 2)Hill KP, Medical Marijuana for Treatment of Chronic Pain and Other Medical and Psychiatric Problems: A Clinical Review. 2015, JAMA
  • Lindert Übelkeit und Erbrechen

Da viele Tiere ähnlich wie der Mensch aufgebaut sind, kann CBD auch bei unseren Lieblingsvierbeinern die gleichen Wirkungen hervorrufen. Dies ist vor allem auf das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS) zurückzuführen, welches wir Menschen mit Tieren gleich haben.

cbd wirkung

Dieses ist im Organismus neben Emotionen auch für das Immunsystem zuständig. CBD wirkt auf dieses sowie seine Rezeptoren ein und kann so die oben erwähnten Wirkungen hervorrufen.

Das Tier muss außerdem nicht zwangsläufig unter einer Krankheit leiden, damit der Einsatz Sinn macht. Immer öfter nutzen Tierbesitzer Cannabisextrakte auch als Vorsorge. Nutzer berichten dabei von folgenden Wirkungen. Das Tier

  • wird um einiges ruhiger und entspannter
  • erlebt seine letzten Stunden ohne Schmerzen und mit deutlich mehr Komfort
  • leidet weniger unter Stress oder Angst
  • leidet weniger unter chronischen Schmerzen
  • kann sich besser bewegen
  • verdaut Essen besser
  • weist ein besseres und aktiveres Immunsystem auf

Sehen wir uns nun an wie der Wirkstoff für welche Tiere geeignet ist?

Cannabidiol bei Hunden

Trotz der positiven Wirkungen des CBD, musst du bei Hunden auf einige Dinge achten. Eine trächtige Hündin sollte beispielsweise kein CBD zu sich nehmen. Dies ist vor allem auf zu geringe Forschungsergebnisse und das mangelnde Wissen hinsichtlich der Auswirkungen auf Welpen zurückzuführen.

Eine Forschungsarbeit aus 2018 testete entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften eines CBD Öls bei Hunden. Das Resultat: 80 Prozent der Tiere zeigten eine deutliche Verbesserung ihrer Schmerzsymptome und der Beweglichkeit. 3)Lauri-Jo Gamble et al., Pharmacokinetics, Safety, and Clinical Efficacy of Cannabidiol Treatment in Osteoarthritic Dogs, frontiers in Veterinary Science, 2018

Pferde

„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ und die Gesundheit der Pferde liegt ein Stück weit in unseren Händen.

Da Pferde sensible Fluchttiere sind und schnell in Angst und Panik verfallen können, kann CBD hier Linderung verschaffen. Erfahrungsberichten zufolge konnten auch Schmerzen, Entzündungen, Steifheit und schlechte Verdauung gelindert werden.

CBD bei Katzen

Die Katze ist das Tier, welches wohl am besten auf CBD reagiert. Es nimmt die Wirkstoffe gut auf, sodass du es bei unterschiedlichen Krankheiten und Symptomen deiner kleinen Fellnase verabreichen kannst. Neben Angst sind Schmerzen das häufigste Anwendungsgebiet.

Geht das CBD bei Tieren mit Nebenwirkungen einher?

CBD bringt Studien zufolge viele positive Effekte mit sich 4)Corroon J, Phillips JA. A Cross-Sectional Study of Cannabidiol Users. Cannabis Cannabinoid Res. 2018;3(1):152–161. Published 2018 Jul 1., doch Nebenwirkungen können auch bei natürlichen Produkten vorkommen.

Tiere können bei einer zu hohen Dosis des Wirkstoffes:

  • müde und schlapp werden
  • unter Übelkeit oder Erbrechen leiden
  • an Gewicht verlieren oder zunehmen

Macht CBD high?

Hast du Angst, dass deine bereits aktive Katze den Kratzbaum in seine Einzelteile zerlegt oder denkt es kann schwimmen und dem Goldfisch im Aquarium Gesellschaft leistet? Keine Sorge – CBD macht, im Gegenteil zu THC weder „high“ noch abhängig. Die legalen CBD Produkte weisen einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent auf. Damit ist es vollkommen unbedenklich und legal zu kaufen.

Produktarten: Wie du deinem Tier CBD am besten verabreichst

Du kannst CBD Produkte in verschiedenen Darreichungsformen. Du kennst dein Tier am besten und kannst demnach auch am besten für dieses entscheiden. Bevor du nach der Verabreichung des Öls unter die Zunge deines Tieres aussiehst, als hättest du mit einen einem Löwen gekämpft, kannst du auf weitere Darreichungsformen zurückgreifen:

  • Die beste Art und Weise ist die Vermengung des Öls mit Futter. Zwar gelangt es dadurch nicht direkt in Kontakt mit den Schleimhäuten unter der Zunge (Sublinguale Einnahme), doch du bleibst heil und unversehrt
  • Zwar bietet der Markt unter anderem Kapseln an, doch die Chance, dass deine Katze oder dein Hund die Kapsel mit einem Glas Wasser einnimmt, tendiert gegen Null.
  • Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Leckerlis für Tiere. Leider stellen nur wenige Hersteller die CBD-Leckerlis her, sodass die Auswahl begrenzt ist.
  • Des einen Akne, des Anderen Hautausschlag – Auch deine Tiere können unter Problemen mit der Haut leiden, gegen welche du in Form von Cremes und Salben vorgehen kannst. Reibe das Tier einfach an den betroffenen Stellen ein.

cbd dosierung

CBD für Tiere richtig dosieren!

Du hast bereits CBD zu Dir genommen und bist ein wahrer Experte auf dem Gebiet? Dennoch musst du Dich erneut mit der Dosierung bei Tieren auseinandersetzen. Denn Tiere:

  • sind weitaus kleiner
  • haben ein geringeres Gewicht
  • weisen andere Intensitäten und Frequenzen der Schmerzen, Symptome und Krankheiten auf

Wichtig ist, dass du:

  • ein Produkt mit einer geringen CBD-Prozentuierung kaufst
  • mit einer geringen Menge startest und dein Tier beobachtest
  • die Menge langsam steigerst, falls das Tier keine positiven Effekte aus dem CBD Produkt zieht.

Eine Überdosierung ist bei CBD zwar möglich, doch schwer zu erreichen. Selbst, wenn du das CBD bei deinem Tier überdosierst, treten lediglich die bereits genannten, harmlosen Nebenwirkungen auf.

Während du für Dich selbst Produkte mit einer hohen CBD-Prozentzahl kaufen kannst, reicht für dein Tier ein CBD-Gehalt von einem Prozent vollkommen aus. Eine Dosis von 2 bis 3 Tropfen am Tag ist bei leichten bis mittelstarken Beschwerden vollkommen ausreichend. Leidet dein Tier unter schweren Krankheiten oder starken Schmerzen, kannst du die Frequenz auf 2 bis 3 Dosen am Tag steigern.

Als Faustregel kannst du Dich daran halten, dass 2 Tropfen pro 5 Kilogramm Körpergewicht vollkommen ausreichen.

Wichtig ist ebenfalls, dass du deinem Tier das CBD für einen Zeitraum von 3 Wochen verabreichst. Nach drei Monaten solltest du hingegen einige Tage pausieren.

Ist dein Tier krank und nimmt Medikamente zu sich, solltest du vor der Verabreichung von CBD auf jeden Fall auf mögliche Wechselwirkungen achten. Vor allem, wenn Du deinem Tier Schmerzmittel verabreichst. Am besten sprichst du vor der CBD-Verabreichung mit dem Tierarzt und fragst ihn auch bezüglich der richtigen Dosierung um Rat.

Gibt es Studien & Erfahrungen?

Derzeit laufen eine Vielzahl an Untersuchungen, die CBD genauer unter die Lupe nehmen. Die akteulle Studienlage ist noch etwas dünn, die ersten Ergebnisse scheinen jedoch vielversprechend.

Außerdem findest du im Internet zahlreiche Erfahrungsberichte von Tierbesitzern, welche positiv über die Wirkung des CBD bei ihren Tieren berichten.

Die häufigsten Anwendungsgebiete gemäß Nutzerberichten sind die Linderung von Schmerzen und die Behandlung von Angst. Besonders auffällig war die Häufigkeit der Berichte bei behinderten und älteren Hunden, die an chronischen Krankheiten litten.

So findest du das beste Öl für dein Tier

Qualität und Hochwertigkeit sind das A und O bei dem Kauf des CBD Öls für dein Tier. Keine Sorge – es wird in Zukunft nicht mit Sakko und Krawatte auf dem Stuhl sitzen und ausschließlich das Premium-Futter von Dir verlangen. Im Bezug auf das CBD Öl solltest du jedoch stets auf seriöse Hersteller und Anbieter achten. Leider bieten einige schwarze Schafe unseriöse und unsichere Produkte an. Im schlimmsten Fall sind diese nicht nur wirkungslos, sondern gesundheitsschädlich.

Achte vor allem auf:

  • die Herkunft des Öls und dem damit verbundenen Anbau ohne Schadstoffe
  • die Gewinnung des CBDs mit Hilfe von CO2
  • die genaue Angabe der Inhaltsstoffe auf dem Etikett.
  • Zertifikate und positive Bewertungen des Herstellers
  • den Preis. Zwar ist das teuerste Produkt nicht automatisch das Beste, doch du solltest auch davon absehen, das günstigste Produkt zu kaufen.

Fazit

Tiere sind uns Menschen oft ähnlicher als wir denken. Erfahrungsberichte und Studien legen nahe, dass CBD auch Tieren bei der Behandlung ihrer Beschwerden behilflich sein kann.

Besonders bei Schmerzen und Entzündungen kann der Wirkstoff eine willkommene Alternative zu herkömmlichen Mitteln sein.

Hast du bereits Erfahrungen mit CBD Öl und Tieren gemacht? Wie hat dir dieser Artikel gefallen? Hast du Fragen? Hinterlasse einen Kommentar!

Quellen   [ + ]

Sebastian Degener

Hi! Ich bin Sebastian Degener. Mein großes Hobby ist Hanf und alles was damit zu tun hat, vor allem seine positiven Eigenschaften. Vor einigen Jahren startete ich einen kleinen Blog - rein aus neugier. Irgendwann hatte ich so viele Informationen gesammelt, dass ich mich ausschließlich auf Cannabidiol festgelegt hatte und damit einige Aufklärungsarbeit leisten konnte. Selbst in meiner Freizeit lese und recherchiere gerne über Nutzhanf und verbreite mein Wissen.

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