CBD bei Psychosen! Eine Wahnvorstellung?

Wahnvorstellungen, Halluzinationen, sozialer Rückzug, alles Symptome die auf eine Psychose hindeuten. Doch auch alles Symptome die nicht leicht einzugestehen sind. Wer will schon hören, dass er oder sie nicht mehr „ganz klar im Kopf“ ist?

Du fragst dich nun ob wir an Realitätsverlust leiden, wenn wir CBD mit der Behandlung von Psychosen in Verbindung bringen? Auf diese Fragen möchten wir hier eine Antwort geben.

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cbd gegen psychosen

Was sind die Auslöser und Merkmale einer Psychose?

Die Ursachen einer Psychose sind vielfältig. So vielfältig, dass sich manchmal auch nicht mehr klar feststellen lässt, wo sie begonnen hat. Klar ist, dass es für viele ein schleichender Prozess ist, der sich auch über mehrere Jahre erstrecken kann. Es fängt mit verminderter Lebensfreude an und steigert sich zu einer ausgewachsenen Depression und Psychose.

Bisher werden die Ursachen in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Psychosen die schleichend durch übermäßigen Stress, Traumata, Infektionen beziehungsweise im Allgemeinen durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden, haben einen sogenannten „nichtorganischen Ursprung“. Die Chance daran zu erkranken, scheint genetisch vorprogrammiert zu sein. Jeder Mensch bewältigt schließlich Stresssituation unterschiedlich gut.
  • Leichter zu behandeln sind Psychosen mit „organischen Ursachen“. Das Krankheitsbild entsteht durch Nebenwirkungen von Medikamenten beziehungsweise anderen Krankheiten. Durch den Fakt, dass sich diese Personen ohnehin schon in ärztlicher Obhut befinden, werden die Symptome früher erkannt und den Betroffenen kann schneller geholfen werden.

Wie erkennt man nun eine Psychose?

Nun wie gesagt für den oder die Betroffene(n) ist dies sehr schwer. Oftmals geben Familie, Freunde oder Bekannte den Anstoß für die Behandlung. Sie erkennen verschieden Anzeichen, welche häufig im Zusammenhang mit der Krankheit auftreten.

Im frühen Stadium leiden Personen an Motivationsverlust und Depressionen. Sie ziehen sich aus dem sozialen Umfeld immer mehr zurück, sagen Termine und Verabredungen ab und gehen kaum noch vor die Tür. Alltägliche Situationen können schon zu einer gewissen Handlungsunfähigkeit führen.

Kommst du doch einmal in ein Gespräch mit einem Betroffenen, könntest du abrupte Themenwechsel und unzusammenhängende Sätze bemerken. Kognitive Störungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit sind Ursachen dieses Problems.

Patienten neigen dazu ihren eigenen Körper nicht mehr richtig wahrzunehmen. Sie sehen im Spiegelbild nur eine verzerrte Form ihrer Selbst. Man könnte es auch als Körperhalluzination bezeichnen.

erkenne psychose

Stimmen im Kopf sind keine Hollywood Erfindung. Tatsächlich hören manche Personen Stimmen, die ihnen Befehle einflüstern, sie wahnsinnig machen oder aber auch bedrohen. In diesem Stadium ist bereits Vorsicht geboten. Manche werden hier aggressiv und attackieren ihren Gegenüber auch körperlich. Dabei ist es unerheblich ob sie nun Freund oder Fremder für die Person sind.

Zum Schluss tritt ein kompletter Realitätsverlust ein. Die Persönlichkeit ist mit dem Charakter des Menschen, den sie kannten, nicht mehr zu vergleichen. Was harmlos ist scheint bedrohend, was gefährlich ist wirkt harmlos. Je nachdem wie sich dies bei dem jeweiligen Menschen äußert, ist eine stationäre Behandlung in einer dafür speziell eingerichteten Klinik unerlässlich.

Natürlich handelt es sich nur um eine von vielen Möglichkeiten wie sich Psychosen äußern können. Nicht jeder durchläuft diese Stadien und nicht jeder wird aggressiv oder zieht sich zurück. Bei manchen Menschen äußert es sich sogar so, dass all dies in das andere Extrem umschwenkt. Wichtig ist, dass du bei Verdacht ein besonderes Augenmerk auf Verhaltensveränderungen legst.

Status Quo in der Behandlung

Die Behandlung richtet sich momentan nach der Ursache. Wir haben schon erwähnt, dass sich Psychosen mit organischem Ursprung viel besser behandeln lassen. Das liegt nicht nur an der frühen Diagnose, sondern auch daran, dass hierbei die eigentliche Krankheit behandelt werden kann oder verabreichte Medikamente gewechselt werden.

Bei nicht organischen Ursachen wird die Behandlung schwieriger. Mittels Verhaltens- und Psychotherapien wird versucht den Ursprung der Psychose zu eruieren. Gleichzeitig kann man dem Patienten helfen die Diagnose besser zu akzeptieren und den Umgang damit fördern.

Gegen die auftretenden Symptome werden Neuroleptika eingesetzt. Sie unterdrücken die Psychosen und helfen dem Betroffenen seinen Alltag besser zu bewältigen. Die Wirkung ist derzeit auch zufriedenstellend, doch es gibt ein großes Problem. Die Psychopharmaka zwängen die Menschen in ein enges Korsett. Sie berichten von einem inneren Gefängnis, einem schwindenden Freiheitsgefühl und einem nicht mehr selbst bestimmten Leben. Aufgrund dieser Empfindungen brechen manche Patienten die Behandlung selbständig ab und verzichten auf die Einnahme weiterer Medikamente. Oft auch ohne das Wissen des behandelnden Arztes.

Wir haben jetzt lange über die Krankheit, die Symptome und vieles mehr berichtet, doch dieses Wissen ist nun wichtig, um die Wirkungsweise von CBD zu verstehen.

was macht cbd bei psychosen

Was macht CBD?

Das Cannabidiol wird aus der Hanfpflanze gewonnen und steht im Verdacht viele positive Eigenschaften auf unseren Körper zu haben. Kein Wunder also, dass es für den Einsatz in vielen, unterschiedlichen Krankheiten heiß diskutiert wird. Obwohl die Wirkung schon lange bekannt ist, ist CBD erst jetzt Gegenstand einer zunehmenden Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen. Positive Effekte konnten unter anderem auf Entzündungen, Schmerzen, Diabetes, Krebs und viele weitere Erkrankungen bestätigt werden.

Beginnen wir noch einmal von vorne. Ist die Psychose nicht organischen Ursprungs, führen übermäßiger Stress und Angst zum Ausbruch der Krankheit. Ein erster Ansatzpunkt für CBD. Studien belegen, dass der Wirkstoff eine beruhigende und Stress reduzierende Wirkung hat 1)Crippa JA, et al.Neural basis of anxiolytic effects of cannabidiol (CBD) in generalized social anxiety disorder: a preliminary report.2011. Wer also sehr empfindlich auf diese Faktoren reagiert, könnte sich überlegen CBD als vorbeugende Maßnahme einzusetzen und nebenbei vielleicht etwas mehr Lebensqualität zu erzielen.

Ist die Psychose bereits fortgeschritten, kann CBD an mehreren Punkten ansetzen. Aggressives Verhalten und innere Unruhe können durch die beruhigende Wirkung von CBD eingedämmt werden. Studien zeigten, dass Patienten Veränderungen im Mittelhirn aufweisen. 2018 wurde in England genau dies untersucht und man fand heraus, dass CBD die Vorgänge wieder normalisieren konnte und somit eine therapeutische Wirkung aufweist 2)Bhattacharyya S, et al.Effect of Cannabidiol on Medial Temporal, Midbrain, and Striatal Dysfunction in People at Clinical High Risk of Psychosis: A Randomized Clinical Trial.2018..

Was erstaunlich ist: bei vielen Krankheiten spielt CBD eine ergänzende Rolle und unterstützt den Körper bei der Selbstheilung. Die Bedeutung bei Psychosen scheint aber viel höher zu sein. Studien zeigen, dass hochdosiertes CBD den gleichen Effekt erzielt wie Neuroleptika 3)Büechi S., Wirksamkeit von Cannabidiol: Klinische Studien mit Cannabidiol und Cannabidiol-haltigen Extrakten. 2017.

Welche Rolle spielt das Endocannabinoidsystem dabei?

Für alle diese Effekte muss es eine Erklärung geben und die gibt es auch. Den CBD wirkt und unterstützt dort wo von Haus aus auch Cannabinoide produziert werden, im Endocannabinoidsystem. Cannabinoide geben Befehle an die Rezeptoren Typen CB1 und CB2. Sie aktivieren und deaktivieren diese, um den Körper in einem Gleichgewicht zu halten. Kernaufgaben des Endocannabinoidsystem ist die Bewältigung von Stress, Schmerzunterdrückung und Stärkung des Immunsystems.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Anwendung von CBD bei Psychosen?

Studien belegen: CBD hat nur schwach ausgeprägte Nebenwirkungen 4)Iffland K., Grotenhermen F. An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies.2017 doi: 10.1089/can.2016.0034. Insbesondere wenn man sie mit den erwähnten Nebenwirkungen von Neuroleptika vergleicht. Dennoch wollen wir diese nicht unter den Tisch kehren. Anwender berichten von Schläfrigkeit, Müdigkeit und einer gewissen Benommenheit, trockenem Mund und Durchfall. Diese Symptome treten mit zunehmender Dosierung vermehrt auf.

Dennoch gilt der Faktor Nebenwirkungen als großer Pluspunkt für CBD. Bei manchen Krankheiten unterscheidet sich die Wirkung von CBD und herkömmlichen Medikamente nicht viel, doch die bessere Verträglichkeit und der nicht einsetzende Gewöhnungseffekt spricht dennoch für das Cannabidiol.

Während es um die Legalisierung von THC derzeit immer wieder Debatten gibt, braucht man sich bei CBD darum keine Sorgen machen. CBD ist zu 100% legal und frei verkäuflich. Da es sich um ein natürliches Produkt der Hanfpflanze handelt, sind Reste von THC in CBD Öl festzustellen. Sie dürfen aber eine Konzentration von 0,2% nicht übersteigen. Bei dieser Menge macht CBD ÖL auch nicht “high”.

cbd nebenwirkungen

Wir wollen, dass du auf der sicheren Seite bist. Deswegen hier noch ein paar Anmerkungen, welche Personen bei der Anwendung von CBD vorsichtig sein sollten:

  • Schwangere
  • Stillende Mütter
  • Kinder unter 2 Jahren
  • Personen, die bereits medikamentös behandelt werden, ohne vorher Rücksprache mit einem Arzt gehalten zu haben.

Diese Angaben sind als Vorsichtsmaßnahmen zu sehen. Bei den ersten drei Personengruppen ist die Studienlage schlichtweg noch zu gering, um negative Effekte ausschließen zu können. Bei anderen Medikamenten hingegen kann es zu unangenehmen Wechselwirkungen führen. CBD könnte den Abbau anderer Wirkstoffe verhindern und so eine Überdosis verursachen.

Um immer auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam einen Arzt zu konsultieren und ihn um Rat zu bitten.

Was gibt es noch außer CBD Öl?

Die richtige Frage ist wohl eher, was gibt es nicht? CBD wird mittlerweile einer Vielzahl an Produkten hinzugefügt, sodass für praktisch jeden Anwendungszweck das passende Produkt vorhanden ist. Du bist Raucher? Dann kannst du dir CBD Blüten besorgen oder auf Vapen umsteigen und Liquid nutzen. Bei dir geht Liebe durch den Magen?

Kapseln, Pillen und Lebensmittel werden einfach oral eingenommen. Als Naturmensch magst du vielleicht das pure Isolat in Form von CBD Kristallen. Jetzt sind uns die blöden Wortspiele ausgegangen aber Salben und Cremen mit CBD kann sehr gut äußerlich angewendet werden. Kaum Grenzen also.

Am beliebtesten bleibt nachwievor das CBD Öl. Es gilt als Klassiker, da es so vielseitig einsetzbar ist und schnell Wirkung zeigt. Das Öl wird am besten unter die Zunge geträufelt, wo es über die Schleimhäute aufgenommen eine schnellere und stärkere Wirkung zeigt als oral eingenommen.

Öl ist in verschiedenen Stärken verfügbar. Für Anfänger ist 5% Öl wohl eine gute Wahl. Die Flasche kostet weniger und man kann sich leichter an die eigene Dosierung herantasten. Wer stärkere Konzentrationen braucht, kann dann auf 15% Öl umsteigen. Am Ende spart man trotz höherer Kosten pro Flasche, da weniger Öl verbraucht wird.

Die Einnahme von CBD ist nicht an Zeit und Ort gebunden. Du kannst das Öl jederzeit verwenden und es ist sowohl für die einmalige als auch mehrmalige und dauerhafte Anwendung geeignet. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst.

behandlung mit cbd bei psychosen

Welche Dosierung eignet sich bei Psychosen?

Die Dosierung von CBD hängt von den Umständen ab. Körpergewicht und Anwendungsfall spielen dabei eine zentrale Rolle. Bei Psychosen werden eher hohe Dosierungen verabreicht. Wir haben schon erwähnt, dass sie so oft gleiche Wirkungsweisen haben wie Neuroleptika. Wird CBD, wie in diesem Fall, für die Behandlung von Psychosen verwendet, empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt um Wechselwirkungen auszuschließen. Bei leichten Symptomen hingegen sollte sich einfach langsam an die persönlich geeignete Dosierung herangetastet werden.

Eine schädliche Überdosis ist beinahe ausgeschlossen.

Erfahrungen

Bei so heiß diskutierten Themen wie CBD ist es immer interessant andere Meinungen und Erfahrungen zu hören. Deswegen haben wir uns in diesem Abschnitt auf die Suche gemacht und die für uns relevantesten Berichte gesammelt. Das sagt das Internet zu CBD bei Psychosen:

Fachmagazin Medizin Heute: “Deshalb ist CBD so eine große Sache. Es kann genauso gut zur Behandlung psychotischer Symptome beitragen, ohne dabei die motorische Funktion des Patienten zu beeinträchtigen. CBD hat als Antipsychotikum, insbesondere bei Schizophrenie, eine glänzende Zukunft, aber das ist erst der Anfang. Wissenschaftler beginnen erst zu entdecken, warum CBD auf diese Weise funktioniert, und diese Entdeckung könnte völlig neue Wege der Forschung und Erforschung darüber eröffnen, wie unser Gehirn arbeitet und die Welt interpretiert.”

US Psychiater Deepak Dsouza beklagt die Herangehensweise an CBD: “Der Prozess der Arzneimittelentwicklung in der modernen Medizin darin besteht, die Wirksamkeit und Sicherheit in klinischen Studien zu prüfen, bevor das Arzneimittel klinisch angewendet wird. Bei Cannabinoiden scheint das umgekehrt zu sein, hier steht der klinische Einsatz vor dem Beweis. Cannabinoide, die zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt werden, sollten in RCTs getestet und demselben behördlichen Zulassungsverfahren wie andere verschreibungspflichtige Medikamente unterzogen werden.”

Anonymer Forums Beitrag: “Hallo CBD Interessierte. Ich nehme jetzt seit einer Woche CBD Tropfen 10%, welche ich mir in Absprache mit einem Arzt erst einmal selbst gekauft habe. Fazit: ich schlafe deutlich besser und wenn ich nachts wach werde, kann ich wieder einschlafen. Das ging vorher nicht. Meine psychotischen Symptome sind ca. um die Hälfte zurückgegangen. Also durchweg nur positive Neuigkeiten!”

Unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Herangehensweisen. Am Ende kann man für sich selbst wohl nur dann eine Aussage treffen, wenn man es selbst probiert hat.

Konklusion

Psychosen ist ein vielfältiges Krankheitsbild, welches vor allem ein Problem hat: Betroffene gestehen sich die Krankheit kaum ein und werden daher oft erst spät behandelt. Patienten entwickeln meist auch eine gewisse Abneigung gegen die verabreichten Neuroleptika, da diese sie in ihrer Freiheit einschränken.

CBD kann vielleicht nicht bei der Akzeptanz der Krankheit helfen, doch wäre es denkbar, dass die Hemmschwelle zu natürlichen Wirkstoffen wie CBD zu greifen deutlich geringer ist, als bei Neuroleptika. So kann es auch schon im frühen Stadium hilfreich seine Symptome zu behandeln oder den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Bei bereits bestehenden Psychosen könnte man unangenehme Nebenwirkungen mit CBD verhindern. Auch wenn das Cannabidiol kein Wundermittel ist, kommen wir somit zu dem Fazit, dass CBD tatsächlich eine Alternative sein kann.

Doch das ist unsere Meinung. Hast du eine andere Sichtweise oder möchtest du deine Erfahrungen teilen, dann nutze unsere Kommentarfunktion. Wir sind auf deine Geschichten gespannt.

Quellen   [ + ]

Sebastian Degener

Hi! Ich bin Sebastian Degener. Mein großes Hobby ist Hanf und alles was damit zu tun hat, vor allem seine positiven Eigenschaften. Vor einigen Jahren startete ich einen kleinen Blog - rein aus neugier. Irgendwann hatte ich so viele Informationen gesammelt, dass ich mich ausschließlich auf Cannabidiol festgelegt hatte und damit einige Aufklärungsarbeit leisten konnte. Selbst in meiner Freizeit lese und recherchiere gerne über Nutzhanf und verbreite mein Wissen.

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